Wenn ein Mensch in eine „Stresssituation“ gerät, dann gerät sein Körper in Alarmbereitschaft, der Herzschlag beschleu-nigt sich, der Blutdruck steigt, die Durchblutung des Gehirns und der Skelettmuskulatur wird zunächst erhöht, ebenso der Blutzuckerspiegel. Verdauungsprozesse und Sexualfunk-tionen und die Immunabwehr werden gehemmt. Damit wird der Mensch in die Lage versetzt, auf alarmierende Ereignisse mit hohen körperlichen Leistungen zu reagieren.
In unserer Zeit kommt es jedoch selten zu dieser Abreak-tion, es kommt u.U. zu einer langdauernden Alarmbereit-schaft des Körpers. Dies wirkt sich als schädliche Dauer-belastung der Körpersysteme aus, was dann die Leistungs-fähigkeit heruntersetzt und das Gegenteil von dem schafft, was mit dieser ursprünglichen Reaktion geschaffen wurde. Nun ist echter Stress für den Organismus gegeben durch Belastung und Anspannung.
Stress kann sich individuell unterschiedlich äußern, in Kopfweh, Schlafstörungen, Verspannungen, Unruhe, Gereiztheit.
Seelische Anspannungen werden erzeugt durch Konflikte, Sich-Beweisen–Müssen, Angst, (fachliche) Überforde-rungen und auch Unterforderung.
Kommt es zu einer dauerhaften „Überspannung“, kann es zu dem sog. Burn-Out Syndrom kommen, einen Zustand völliger Ausgelaugtheit, Lustlosigkeit und Unfähigkeit, angemessen zu kommunizieren, hohem Fehlerrisiko, zudem reagiert die Umwelt zunehmend irritiert und es kommt zu Konflikten.
Die Lösung wäre zu suchen in einer Balance zwischen Herausforderungen und Entspannung.

